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Blähbauch & Periode: 6 Methoden, die Linderung versprechen
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Blähbauch & Periode: 6 Methoden, die Linderung versprechen

Geschrieben von Edibel Quintero, R.D. | Medizinisch geprüft durch Medizinisch geprüft durch Rosmy Barrios, M.D. check
Veröffentlicht am January 10, 2023
263 Ansichten
8 min

Ein aufgeblähter Bauch während der Periode ist lästig und begleitet viele Frauen Monat für Monat. Beschreiben können wir es, als unangenehmes, drückendes Gefühl im Bauch oder im Unterleib, begleitet von Blähungen, vor oder während der Menstruation – als eine Art starkes Völlegefühl, unter dem sich vielleicht auch die männlichen Leser etwas vorstellen können. Im folgenden Artikel wollen wir uns näher damit beschäftigen, wie dieser Blähbauch entsteht und was wir dagegen tun können.

Blähbauch & Periode
Shutterstock.com

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Eine Periode ist häufig unangenehm und kräftezehrend, begleitet uns aber für viele Jahre etwa 4–5 Tage im Monat. Mal abgesehen von den Blutungen berichten Frauen auf der ganzen Welt von vielen weiteren Beschwerden, die mit der Periode einhergehen.

Darunter auch von einem Blähbauch, begleitet von Blähungen. Dies kann schon vor oder während der Periode auftreten und dazu führen, dass sich der Bauch zusätzlich angespannt und geschwollen anfühlt.

Das wiederum kann sich negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken. Vielleicht weil man befürchtet, zugenommen zu haben oder auch nur, weil man sich unwohl in der eigenen Haut fühlt. Und weil all das noch nicht belastend genug ist, sorgen die Hormone dafür, dass wir uns auch eine oder zwei Wochen vor der eigentlichen Periode schon unwohl fühlen. Bei manchen Frauen können die Stimmungsschwankungen teilweise sogar depressive Züge annehmen.

Im heutigen Artikel wollen wir deshalb herausfinden, wie Blähbauch und Blähungen während der Periode entstehen. Durch kleinere Änderungen in der Lebensweise sollten wir dann in der Lage sein, die Häufigkeit und Schwere dieser Beschwerden zu verringern.

Blähbauch während der Periode: Was ist das?

Ein Blähbauch vor oder während der Periode äußert sich meist durch ein Gefühl von Fülle, Enge oder Druck in der Höhe von Magen-Darm-Trakt oder Unterleib. Er tritt auf, wenn Gebärmutter und Eierstöcke immer weiter Hormone produzieren, die einen erhöhten Blutfluss in den Bauchraum verursachen.

Grund dafür ist das prämenstruelle Syndrom (kurz PMS), das bis zu 85 % der Frauen betrifft. Blähungen bzw. der Blähbauch sind nur zwei der damit einhergehenden Symptome.

PMS kann sich außerdem durch psychische und körperliche Symptome äußern. Dazu gehören ein geringeres Selbstvertrauen, Stimmungsschwankungen, ein vermindertes Wohlbefinden, Magenkrämpfe, Blähungen, Kopfschmerzen, Heißhunger, geschwollene Brüste und Rückenschmerzen.

Und als wäre das nicht genug, kann der Blähbauch während der Periode auch chronische Schmerzen und Krämpfe verursachen, was jede Berührung schmerzhaft macht. Begleitet wird er häufig von Blähungen, Aufstoßen oder einem Glucksen im Bauch. Und während deshalb einige Frauen förmlich jede nur mögliche soziale Interaktion vermeiden, sind andere fast frei von Beschwerden.

Genauso leiden einzelne nur unter leichten Blähungen, während wieder andere zusätzlich mit Durchfall oder Verstopfung, Krämpfen und Rückenschmerzen zu kämpfen haben. Solltest du zu letzteren gehören, sprich gerne auch mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt darüber, damit du bestmöglich und individuell betreut und beraten werden kannst.

Wie lange hält ein Blähbauch während der Periode an?

So ein Blähbauch macht sich gerne schon 1–2 Wochen oder doch zumindest ein paar Tage vor der Periode bemerkbar und kann zwischen 5 und 10 Tagen andauern. Genauer lässt sich das kaum sagen, da bei jeder Frau der Hormonspiegel von Progesteron und Östrogen unterschiedlich steigt und fällt.

Schon während oder kurz nach der Periode sollten die Beschwerden dann aber abklingen. Grund dafür ist, dass der erste Tag der Periode gleichzeitig auch der Tag sein soll, an dem sich die Hormone wieder auf einem normalen Level einpendeln.

Interessierst du dich genauer für deinen Zyklus und die Beschwerden, die damit einhergehen, können wir einen Zykluskalender nur empfehlen. Hier hast du die Möglichkeit, sämtliche Beschwerden, darunter auch Blähungen, Verdauungsstörungen, Stimmungsschwankungen usw., festzuhalten und damit einen einzigartigen Einblick in deinen ganz eigenen Zyklus zu erhalten.

Wie genau entsteht der Blähbauch während der Periode?

Der aufgeblähte Bauch während der Periode ist auf den Abfall der Sexualhormone – Progesteron und Östrogen – zurückzuführen, der etwa eine Woche vor der Periode eintritt. Ein niedriger Progesteronspiegel veranlasst die Gebärmutter dann, ihre Schleimhaut abzustoßen, was zur Menstruationsblutung führt. Auch haben Progesteron- und Östrogenspiegel großen Einfluss darauf, wie du dich fühlst und wie dein Körper funktioniert. 

Forschungsergebnisse legen nahe, dass ein niedriger Progesteron- und Östrogenspiegel außerdem zu Wasser- und Salzeinlagerungen im Körper führt. Das wiederum hat zur Folge, dass die Körperzellen anschwellen, was dann zu einem Blähbauch führt.

Eine weitere Studie fand heraus, dass die meisten Frauen speziell am ersten Tag ihrer Periode mit einem erhöhten Maß an Blähungen zu kämpfen haben.

6 Tipps gegen den Blähbauch

Es gibt ganz verschiedene Tipps, die helfen sollen, den Blähbauch während der Periode einzudämmen oder ganz loszuwerden. Wir haben uns auf die 6 vielversprechendsten Methoden konzentriert. 

#1 Weniger Natrium

Zu den häufigsten Ursachen für einen Blähbauch während der Periode gehört der Verzehr von sehr natriumreichen Lebensmitteln und Gerichten. Zur Orientierung ein Beispiel aus den USA: Der durchschnittliche Amerikaner nimmt täglich zwischen 3.400 und 3.600 mg Natrium zu sich, was die empfohlene Menge Salz weit überschreitet. Diese nämlich liegt bei maximal 2.300 mg am Tag.

Der Körper lagert durch das im Salz enthaltene Natrium mehr Wasser ein, was einen Blähbauch stark begünstigt. Der Verzicht auf natriumreiche Mahlzeiten kann entsprechend helfen, Wassereinlagerungen zu reduzieren und einen Blähbauch zu lindern.

Zu den Lebensmitteln mit hohem Natriumgehalt zählen unter anderem Suppen in Dosen oder aus der Tüte, Hüttenkäse, Garnelen, Schinken und vieles mehr. Natürlich nicht zu vergessen die vielen verarbeiteten Lebensmittel, die ohnehin viele Zutaten enthalten, die sehr ungesund sind, darüber hinaus aber auch sehr natriumreich sind.

Stattdessen solltest du besser zu ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse sowie zu anderen nahrhaften Lebensmitteln wie Nüssen, Samen und magerem Protein greifen.

#2 Meide Junkfood und zuckerhaltige Getränke

Junkfood genauso wie frittierte Lebensmittel brauchen lange, um vom Magen-Darm-Trakt zersetzt zu werden, was zu Blähungen und einem Blähbauch führen kann. Zuckerhaltige Getränke und raffinierte Kohlenhydrate können außerdem zu einem Anstieg des Blutzuckers führen. Dadurch steigt der Insulinspiegel im Blut, was wiederum dazu führt, dass die Nieren mehr Salz speichern.

Und wie du dir denken kannst, kann dieser höhere Salzgehalt wiederum stärkere Wassereinlagerungen bewirken. Möchtest du Blähungen und Wassereinlagerungen während deiner Periode vermeiden, solltest du dich also von Junkfood und zuckerhaltigen Getränke fernhalten. 

#3 Trink ausreichend Wasser

Indem du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst, verbesserst du deine Nierenfunktion und fühlst dich auch in deiner Haut besser. Achte also möglichst darauf, in den Tagen vor deiner Menstruation viel Wasser zu trinken. Koffein- und zuckerhaltige Getränke sind davon ausgeschlossen.

Hast du Schwierigkeiten damit, genug zu trinken? Dann könntest du zum Beispiel versuchen, mit einem Timer oder einer Strichliste 8 Gläser mit je 250 ml Wasser über den Tag verteilt zu trinken. Das machst du so lange, bis du dich daran gewöhnst.

#4 Treibe Sport

Tatsächlich kann Bewegung dazu beitragen, die überschüssige Flüssigkeit in deinem Körper abzutransportieren und Schmerzen zu lindern. So ergab eine Studie aus dem Jahr 2013, dass regelmäßiges Training die PMS-Beschwerden effektiv verringern kann. Dazu gehören, wie du weißt, auch Blähbauch und Blähungen.

Ziel sollte sein, dich wenigstens 60 Minuten am Tag zu bewegen, darunter fallen auch Spaziergänge, Treppensteigen usw. Außerdem hat die Forschung gezeigt, dass auch schon leichtere Übungen aus Yoga und Pilates helfen können, die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden vor, während und nach der Menstruation zu verbessern. 

Das liegt daran, dass die Zwerchfellatmung, die bei beiden Sportarten ein wichtiger Bestandteil ist, eine sehr tiefe Atmung verlangt. Diese verbessert wiederum die Gelassenheit und Konzentration, hebt die Stimmung und ermöglicht die Dehnung von Becken, Bauch und Brustkorb. 

Yoga und Pilates können aber auch andere PMS-Beschwerden lindern. So sind einige der Positionen auch bei einem Blähbauch wirksam. Und indem du deine Aufmerksamkeit beim Yoga auf Bewegungen lenkst, die das Verdauungssystem stimulieren, lässt sich auch eine Verstopfung wirksam lindern.

Sportliche Betätigung kann aber nicht nur bei Verdauungsstörungen helfen, sondern natürlich auch beim Abnehmen, bzw. dabei, ein gesundes Gewicht zu halten. Genauso kann ein Blähbauch gelindert, aber auch künftigen Problemen mit dem Verdauungssystem vorgebeugt werden.

#5 ColonBroom 

Blähbauch, Blähungen und Verstopfung können ebenfalls durch ColonBroom – ein Nahrungsergänzungsmittel voller Ballaststoffe – gelindert werden. 

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Hauptbestandteil sind Flohsamenschalen, die dabei helfen, Blähungen, Verstopfung und den Blähbauch zu lindern, indem sie eine gelartige Substanz bilden, die Wasser im Verdauungstrakt absorbiert.

Flohsamenschalen enthalten aber auch noch weitere Nährstoffe, darunter Eisen, Magnesium, Phosphor und Kupfer, die für die Linderung von einem Blähbauch und Verstopfung notwendig sind. 

#6 Berate dich mit deinem Arzt, wenn nichts mehr hilft

So ein Blähbauch vor oder noch während der Menstruation ist in der Regel sehr unangenehm, sollte dich aber nicht daran hindern, deinen Alltag zu bewältigen. Ist dem doch so, solltest du unbedingt mit deinem Frauen- oder Hausarzt sprechen.

Verschwinden das Leiden, die Krämpfe, Schmerzen und Co. nach der Menstruation außerdem nicht, kann dies auch ein Anzeichen für eine ernstere Erkrankung sein. In dem Fall sollten weitere Untersuchungen angestellt werden. 

Neben weiteren Tipps kann dir dein Arzt bzw. deine Ärztin auch ein Symptomtagebuch bzw. einen Zykluskalender empfehlen. Damit kannst du deinen Blähbauch, aber auch andere PMS-Symptome überwachen und deinem Arzt bzw. deiner Ärztin wichtige Informationen für eine mögliche Behandlung liefern.

Warum ist mein Bauch auch nach der Menstruation noch aufgebläht?

Ein Blähbauch nach der Menstruation kann unter Umständen auch das Symptom einer Grunderkrankung wie Endometriose oder einer Eierstockzyste sein. Bei der Endometriose bildet sich die Gebärmutterschleimhaut nach außen, was zu unerträglichen Krämpfen und Leiden vor, während und nach der Periode führen kann. 

Außerdem kann Endometriose zu unangenehmen und häufig schmerzhaften Blähungen führen. Diese können durch Wachstum, Entzündungen oder andere Verdauungsbeschwerden infolge der Endometriose verursacht werden.

Solltest du also nach der Periode unter auffällig starken Blähungen oder einem Blähbauch leiden, solltest du versuchen, einen möglichst gesunden Lebensstil zu pflegen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und Maßnahmen zum Stressabbau. Sprich zudem jeden Behandlungsansatz mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin ab. Natürlich könnt ihr dabei auch über spezifische Symptome sprechen, die du in Angriff nehmen möchtest.

Das sagen unsere Ernährungsberater

Wer regelmäßig unter einem Blähbauch oder auch anderen Symptomen des prämenstruellen Syndroms leidet, wird wissen, wie unangenehm die Schmerzen, aber auch die psychischen Beschwerden ausfallen können. Nur weil dich diese aber bereits so viele Jahre begleiten, musst du sie deshalb nicht einfach hinnehmen.

Wie in unseren 6 Tipps genauer ausgeführt, kann zum Beispiel eine Ernährungsumstellung helfen, Blähungen, einen aufgeblähten Bauch und weitere PMS-Symptome zu lindern. Anstelle von drei großen, könntest du außerdem versuchen, 6 kleinere Mahlzeiten zu dir zu nehmen. Auch das kann dabei helfen, Blähungen vorzubeugen und den Blutzuckerspiegel den ganzen Tag über konstant zu halten.

Im Supermarkt solltest du bevorzugt zu kalium- und ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukten greifen, um einen Blähbauch, Verstopfung, Blähungen und andere Beschwerden zu reduzieren. Aber auch komplexe Kohlenhydrate, wie in Vollkornreis und Vollkornbrot zu finden, sind wichtig: Sie versorgen dich mit Blick auf den vor dir liegenden Tag mit ausreichend Energie und Ballaststoffen.

Vermeiden hingegen solltest du verarbeitete, zuckerhaltige, fettige und sehr salzige Lebensmittel. Auch Koffein und Alkohol sind vor und während deiner Periode nicht zu empfehlen.

Fazit

Gerne tritt ein Blähbauch vor oder während der Periode auf. Allgemein geht man davon aus, dass dieser vor allem durch die monatlichen hormonellen Veränderungen während der Periode verursacht wird. Das Ergebnis: ein empfindlicher, geschwollener und gespannter Bauch. 

Leidest auch du allmonatlich unter ähnlichen Beschwerden, teste unsere 6 Tipps gerne mit Blick auf die nächste Periode aus. So können regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und der Verzicht auf Junkfood und zuckerhaltige Getränke hoffentlich helfen, deinen Magen-Darm-Trakt zu beruhigen und die Symptome des prämenstruellen Syndroms zu reduzieren.

Geschrieben von
Edibel Quintero ist Ärztin, 2013 hat sie ihr Studium an der Universität von Zulia abgeschlossen. Seither ist sie in ihrem Beruf tätig. Sie ist spezialisiert auf Fettleibigkeit und Ernährung, allgemeine Rehabilitation, Sportmassagen und postoperative Rehabilitation. Edibels Ziel ist es, Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen, indem sie sie über Ernährung, Bewegung, mentales Wohlbefinden und weitere auf den Lebensstil bezogene Möglichkeiten aufklärt, um ihnen so den Weg zu einer höheren Lebensqualität aufzuzeigen.
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