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Nasenbluten bei Stress – Ursache & Behandlung

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Geschrieben von Edibel Quintero, R.D.
Faktencheck durch Rosmy Barrios, MD
Letztes Update: September 25, 2023
8 min Lesezeit 1489 Ansichten 0 Kommentare
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Stress – egal wodurch ausgelöst – kann uns in unserem Alltag stark behindern. Tritt ausgerechnet dann auch Nasenbluten auf, frustriert das die Betroffenen umso mehr. Einige gehen deshalb davon aus, dass beides zusammenhängt, aber ist dem wirklich so? Im folgenden Artikel klären wir, ob Nasenbluten bei Stress – speziell bei emotionalem Stress – womöglich ganz normal ist. Außerdem stellen wir dir 4 Methoden vor, mit stressbedingtem Nasenbluten umzugehen.

Nasenbluten bei Stress

Womöglich beginnt es schon am Morgen. Du wachst auf und fühlst dich direkt gestresst. Vielleicht, weil heute viel ansteht, vielleicht wegen zwischenmenschlicher Konflikte oder aber auch, weil du nicht weißt, was dich erwartet.

Wir nennen diese Form emotionalen Stress. Die Auslöser sind für jeden Menschen ganz individuell, genauso wie die körperlichen Symptome, die zeitgleich auftreten können und den Tag zusätzlich erschweren. Müdigkeit und Kopfschmerzen zum Beispiel sind recht typische Symptome. Was aber ist mit Nasenbluten?

In der Regel ist Nasenbluten – in Fachkreisen als Epistaxis bezeichnet – durch äußere Einflüsse zu erklären. So können Temperaturschwankungen, Gewalteinwirkung oder gereizte Nasennebenhöhlen dafür verantwortlich sein. Eine hohe Stressbelastung klingt da doch eher unwahrscheinlich. Und dennoch wird angenommen, dass chronische Angst sowie mehrtägiger Stress das Risiko von Nasenbluten erhöhen können.

Du willst mehr erfahren? Dann lies jetzt unbedingt weiter.

Kann Nasenbluten bei Stress entstehen?

Ja, tatsächlich können Angstgefühle und Stress Risikofaktoren für häufiges Nasenbluten sein. Grund dafür ist der Blutdruck, der in der Regel steigt, wenn du dich gestresst fühlst. Das wiederum führt zu einem stärkeren Blutfluss im ganzen Körper, der die feinen Äderchen in der Nase zum Platzen bringen kann. Regelmäßiger emotionaler Stress kann damit sehr wohl Nasenbluten auslösen.

Nasenbluten ist also keine direkte Folge von Stress. Vielmehr können dadurch bestimmte Abläufe im Körper und auch Verhaltensweisen gefördert werden, die das Risiko für körperliche Beschwerden erhöhen. So ist es nicht unüblich, dass Betroffene anfangen zu weinen, wenn der Stress überhandnimmt und sie sich von bestimmten Situationen überfordert fühlen. Dadurch müssen sie sich dann vermehrt die Nase putzen, was einer medizinischen Studie zufolge winzige Blutgefäße zum Platzen bringen kann.

Wie bereits angeschnitten, kann außerdem hoher Blutdruck Auslöser von Nasenbluten sein, der in Stresssituationen nicht selten ist. Eine Studie hat ergeben, dass Menschen, deren Blutdruck regelmäßig in die Höhe schießt, infolgedessen Schäden an den Blutgefäßen aufweisen können. Mit der Zeit wird es dann aufgrund der schwachen Kapillaren immer wahrscheinlicher, Nasenbluten auszulösen.

Warum bekomme ich immer wieder Nasenbluten?

Die Auskleidung der Nasenhöhle ist sehr empfindlich. Schon ein Wetterumschwung in Kombination mit regelmäßigem Nasenbohren kann die Nasenschleimhaut anfällig für Blutungen machen. Das liegt daran, dass trockene Luft die Blutgefäße schwächt, die dann anfangen zu bluten, wenn sie wiederholt durch die Finger gereizt werden.

Es gibt allerdings noch weitaus mehr Ursachen für Nasenbluten als lediglich Umweltfaktoren. So sollte beispielsweise Morbus Osler, eine Gefäßerkrankung, die schweres Nasenbluten auslösen kann, nicht vorschnell ausgeschlossen werden. Wenn du zudem unter ständigen Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit leidest, solltest du die Ursache unbedingt von einem Arzt oder einer Ärztin klären lassen.

Weit wahrscheinlichere Auslöser sind allerdings Allergien, physische Verletzungen der Nase, Blutverdünner, ständiges Schnäuzen, Extremsportarten, eine Infektion der Nasennebenhöhlen und Blutkrankheiten. Unbehandelt können all diese Faktoren langfristig die Nasenschleimhaut belasten. 

Warum blutet meine Nase, wenn ich weine?

Zu weinen kann sehr gesund sein und so auch die Stressbelastung senken. Nichtsdestoweniger erhöht es kurzzeitig den Blutdruck. Das wiederum verändert den Blutfluss in den Äderchen und damit in der Nasenschleimhaut. Gleiches gilt für Stress und Angstsymptome, wodurch Patienten mit einer Angststörung meist anfälliger für Nasenbluten sind.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass deine Nase jedes Mal blutet, wenn du dich gestresst fühlst oder weinst. Bei sehr regelmäßigem Nasenbluten solltest du deshalb mögliche zugrundeliegende Ursachen wie Bluthochdruck oder bestimmte Bluterkrankungen durch Arzt oder Ärztin abklären lassen. Gleiches gilt für eine Angststörung, die zu Bluthochdruck führen kann, wodurch dann die winzigen Blutgefäße in der Nase geschädigt werden.

Weinen hingegen gehört nicht zu den Hauptrisikofaktoren für Nasenbluten. Auch wenn du dich durch den ganzen emotionalen Ballast gestresst fühlst, wird es in erster Linie durch hohen Blutdruck, Nasenbohren und Schnäuzen verursacht. Wir empfehlen deshalb, die Nase nach dem Weinen nicht zu stark zu schnäuzen und stattdessen eine Möglichkeit zur Stressbewältigung zu suchen.

Wie wird stressbedingtes Nasenbluten behandelt?

Nasenbluten ist für gewöhnlich kein Grund zur Sorge und sollte nach kurzer Zeit von selbst vergehen. Um allerdings deine Kleidung nicht unnötig einzusauen und auch unterwegs schnell dagegen anzugehen, gibt es einige Methoden, die du bei Nasenbluten durch Stress ausprobieren kannst. Bei Verdacht auf wiederkehrendes posteriores Nasenbluten (stärkere Blutung durch eines der Gefäße im hinteren Teil der Nase) sollte dagegen immer ärztlicher Rat eingeholt werden. Gleiches gilt, wenn du blutverdünnende Medikamente einnimmst. 

Hier also 4 Methoden, stressbedingtes Nasenbluten zu stoppen:

#1 Atme tief durch

Auch wenn häufiges Nasenbluten sehr lästig sein kann, solltest du versuchen, nicht in Panik auszubrechen und Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen. Besorge dir also ein Taschentuch und such dir einen ruhigen Ort im Haus oder Garten. Setz dich dann aufrecht hin, halte das Taschentuch an deine Nase und bewege deinen Kopf leicht nach vorne.

Atme tief durch den Mund ein, um kein Blut zu verschlucken. Auch kannst du versuchen, den Nasenrücken zusammenzudrücken, um die Blutung zu stoppen. Durch den ausgeübten Druck sollte das Nasenbluten langsam abklingen. Behalte die Haltung dennoch etwas länger bei und atme ganz ruhig weiter. Auf diese Weise senkst du dein Stressniveau.

Leider sieht die natürliche Reaktion oft anders aus. Die Betroffenen geraten vielmehr in Panik und das Herz beginnt zu rasen. Um sich in dem Fall den Ausflug zum Arzt oder deiner Ärztin zu sparen, ist es ratsam, eine Entspannungsmethode schon im Vorfeld zu üben und dann parat zu haben. Am besten ist eine Technik, die deine Atmung verlangsamt und dich so beruhigt. Und auch den passenden Ort kannst du dir schon jetzt überlegen. So bereitest du dich präventiv auf den Ernstfall vor. Gestützt wird diese Methode durch die Anxiety and Depression Association, die davon ausgeht, dass der Abbau von Stress den Körper auch langfristig gesund hält.

#2 Teste verschiedene Techniken zum Stressabbau

Es gibt unzählige Möglichkeiten, zu Hause oder unterwegs effektiv Stress abzubauen.

Hierzu gehören regelmäßige körperliche Aktivität, Meditation, Yoga, Treffen oder Telefongespräche mit Freunden, gutes Essen und Musik für eine gesteigerte Produktivität. Natürlich bedeutet das aber noch lange nicht, dass du alle diese Methoden regelmäßig anwenden musst. Versuchst du allerdings 1 oder 2 in deine tägliche Routine einzubauen, sollte sich auch deine Gesundheit merklich verbessern.

Vor allem ein langer Lauf oder ein Spaziergang sind zur Stressbewältigung sehr beliebt. So kam eine Studie zu dem Schluss, dass sportliche Aktivität Endorphine freisetzt. Das sind Hormone, die die Entspannung fördern und die Stimmung verbessern. Und werden Körper und Geist von emotionalem Stress befreit, treten auch Nasenbluten, Muskelverspannungen und Bluthochdruck seltener auf.

Für noch mehr Ideen und Tipps können wir dir die App Sensa empfehlen. Das Programm unterstützt dich aktiv dabei, deine psychische Gesundheit mithilfe von Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie zu verbessern. Hierzu bekommst du einen Plan über 84 Tage mit täglichen Inputs und hilfreichen Methoden zur schnellen Stressbewältigung. Du kannst außerdem deine Stimmung protokollieren und findest informativen Lesestoff. Alles, damit du dich am Ende des Tages, in der eigenen Haut wohl fühlst und lernst abzuschalten.

Jeden Tag aufs Neue ermutigt dich Sensa deshalb dazu, das Beste aus dir herauszuholen. Denn erst mit den richtigen Entspannungstechniken wirst du die Kontrolle über deine Gedanken und Emotionen gewinnen. Um zudem potenzielle Stressquellen ausfindig zu machen, bietet Sensa ein sogenanntes Stimmungstagebuch. Hier kannst du festhalten, wie sich deine mentale Gesundheit im Laufe einer Woche verhält und zu welchen Zeiten es dir besser oder schlechter geht.

#3 Reduziere deinen Koffein- und Nikotinkonsum

Sowohl Koffein als auch Nikotin trocknen den Körper von innen aus und entziehen so auch der Nasenschleimhaut ihre Feuchtigkeit. Wenn diese nun aber nicht genug Wasser speichern kann, können die Blutgefäße in der Nase platzen. Einfaches Schnäuzen oder Niesen reicht dann schon, um Nasenbluten auszulösen.

Auch wird angenommen, dass beide Stoffe als Stimulanzien das Stressniveau erhöhen. Je mehr körperlichen und emotionalen Stress du allerdings erlebst, desto eher kann Nasenbluten auftreten. Da ein zu hoher Nikotinkonsum zudem Herzkrankheiten begünstigen kann, ist es ratsam, beide Substanzen möglichst nur in Maßen zu genießen.

#4 Trink mehr Wasser

Trinkst du über den Tag verteilt mehrere Gläser Wasser, sorgst du automatisch für eine ausreichend hohe Flüssigkeitszufuhr. Davon profitiert aber nicht nur deine Nasenschleimhaut. Auch dein Gehirn wird langfristig davon profitieren, was wiederum die Symptome von Stress, Angst und Depression lindert. 

Als gesund gelten allgemein täglich mindestens 2 Liter für Frauen und 2,5 Liter für Männer.

FAQ

Kann Schlafmangel Nasenbluten verursachen?

Ja, schläfst du in der Nacht nicht lange genug, kann das Nasenbluten auslösen. Das liegt daran, dass vor allem Schlafentzug Bluthochdruck und emotionalen Stress fördert. Um diesen Stress dann wieder abzubauen, solltest du dich tagsüber möglichst viel bewegen, du kannst Meditationstechniken ausprobieren und dich mit anderen über deine Gefühle austauschen.

Wie lautet der medizinische Fachbegriff für Nasenbluten?

Dein Arzt oder deine Ärztin wird Nasenbluten wohl eher als Epistaxis bezeichnen. Es wird zudem zwischen zwei Arten von Nasenbluten unterschieden, abhängig von deinen körperlichen Symptomen. Bei anteriorem Nasenbluten tritt Blut aus den Nasenlöchern, während posteriores Nasenbluten tiefer in den Nasengängen auftritt und zu einem größeren Blutverlust führt.

Können Depressionen Nasenbluten verursachen?

Depressionen selbst zählen nicht zu den Ursachen für Nasenbluten. Da diese allerdings häufiger mit hohem Blutdruck einhergehen, häufigem Schnäuzen und da gesunde Gewohnheiten oftmals auf der Strecke bleiben, ist Nasenbluten bei Depressionen durchaus denkbar. So ist beispielsweise bekannt, dass Depressionen das körpereigene Immunsystem schwächen, was wiederum das Risiko einer Nasennebenhöhlenentzündung und von Nasenbluten erhöht.

Das sagen unsere Psycholog:innen

Sicher werden die meisten von uns dann und wann von Nasenbluten überrascht. In der Regel ist das kein Grund zur Sorge und die Ursachen sind harmlos. Trockenes Klima, ständiges Niesen oder eben auch Stress können die kleinen Gefäße schon mal zum Platzen bringen. Wird das Nasenbluten dagegen von Schmerzen in der Brust und Ohnmacht begleitet, solltest du sofort einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Auch solltest du dich fragen, wie du deine geistige Gesundheit verbessern kannst und den Fokus nicht ausschließlich auf die körperlichen Probleme lenken – Geist und Körper sind nämlich enger miteinander verbunden, als häufig angenommen. Andernfalls wird Nasenbluten durch Stress keine Seltenheit bleiben und auch andere körperliche Beschwerden lassen sich auf die psychische Gesundheit zurückführen. Und daher ist und bleibt es natürlich wichtig, ausreichend Sport zu treiben und Allergieauslöser zu meiden.

Wirst du das Nasenbluten trotz allem nicht los und hast Probleme, die Ursache dafür zu finden, sprich mit deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin darüber. In seltenen Fällen kann eine Grunderkrankung das Nasenbluten verschlimmern – diese solltest du möglichst frühzeitig ausschließen.

Wir halten fest: Die einzige Möglichkeit, Nasenbluten vorzubeugen, besteht darin, Stress abzubauen, viel Wasser zu trinken und einen aktiven Lebensstil zu führen.

Fazit

Also, ist Nasenbluten bei Stress tatsächlich normal? 

Gelegentlich kann ein stressiger Alltag durchaus zu Nasenbluten führen. Das liegt daran, dass Stress den Blutdruck erhöht und dadurch die kleinen Gefäße in der Nase schwächt. Um dem vorzubeugen, solltest du versuchen, Stress möglichst effektiv abzubauen. Kurzfristig funktioniert das, indem du Techniken zur Beruhigung anwendest und langfristig einen Weg findest, deine psychische Gesundheit ganz allgemein zu verbessern.

Geschrieben von Edibel Quintero, R.D.
Edibel Quintero ist Ärztin, 2013 hat sie ihr Studium an der Universität von Zulia abgeschlossen. Seither ist sie in ihrem Beruf tätig. Sie ist spezialisiert auf Fettleibigkeit und Ernährung, allgemeine Rehabilitation, Sportmassagen und postoperative Rehabilitation. Edibels Ziel ist es, Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen, indem sie sie über Ernährung, Bewegung, mentales Wohlbefinden und weitere auf den Lebensstil bezogene Möglichkeiten aufklärt, um ihnen so den Weg zu einer höheren Lebensqualität aufzuzeigen.
The article was fact checked by Rosmy Barrios, MD
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