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Hautausschlag durch Stress: Symptome & Behandlungsmöglichkeiten
Geistige Gesundheit

Hautausschlag durch Stress: Symptome & Behandlungsmöglichkeiten

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Geschrieben von Edibel Quintero, R.D. | Faktencheck durch Faktencheck durch Rosmy Barrios, M.D. check
Letztes Update: May 8, 2023
225 Ansichten
8 min

Stress kann unangenehme Hautausschläge verursachen. Hier erfährst du, wie du einen Hautausschlag durch Stress erkennst und effektiv behandeln kannst.

Hautausschlag durch Stress
Shutterstock.com

Stress ist eine häufige Ursache für Hautausschläge. Praktisch jeder kann einen Hautausschlag durch Stress bekommen, aber nicht jeder, der Stress hat, bekommt einen Ausschlag. Und: Nicht alle Ausschläge sind stressbedingt. Warum leidet also die Haut mancher Menschen in Stresssituationen?

Menschen mit Hauterkrankungen wie Ekzeme, Rosacea und Allergien, haben ein höheres Risiko unter Stress einen Hautausschlag zu bekommen.

Es gibt auch bestimmte Faktoren, die die Haut Stress gegenüber empfindlicher machen. Das Erkennen und Behandeln dieser zugrundeliegenden Ursachen, kann für deine Haut und deine Gesundheit von entscheidender Bedeutung sein. In diesem Artikel schauen wir uns genau an, welche Ursachen es für einen stressbedingten Hautausschlag gibt. Wir zeigen dir auch, was für Möglichkeiten der Vorbeugung es gibt. Und: Du bekommst wertvolle Tipps, wie du einen Hautausschlag durch Stress am besten zu Hause behandelst.

Kann ein Hautausschlag durch Stress verursacht werden?

Ja, manche Hautausschläge werden durch Stress verursacht. Angst und Stress können sich auf alle Organe auswirken, auch auf die Haut. 

Wenn du Stress hast, setzt dein Körper chemische Substanzen frei, die Entzündungen in der Haut und Juckreiz verursachen können.

Ein stressbedingter Hautausschlag äußert sich oft durch kleine rote oder rosafarbene Stresspickelchen auf der Haut, die man auch Pusteln nennt. Ein Hautausschlag durch Stress kann überall am Körper auftreten. Oft findest du ihn aber am Hals, im Brustbereich und an den Armen. Er kann jucken und ein brennendes oder kribbeliges Gefühl auf der Haut verursachen. 

Wenn bisherige Pusteln verschwinden, kommen manchmal neue zum Vorschein. Es kann auch sein, dass neue Pusteln an ganz neuen Stellen auf der Haut auftreten. Die meisten Menschen bekommen ein paar Tage lang neue Pusteln. 

Stress kann auch dazu führen, dass bereits bestehende Hautkrankheiten wie Ekzeme, Akne, Rosacea, Röschenflechte und Psoriasis wieder aufflackern. Solche Hautkrankheiten reagieren sehr empfindlich auf emotionalen Stress. 

Wie entsteht ein stressbedingter Hautausschlag? 

Ein Hautausschlag durch Stress entsteht als eine Reaktion der Haut auf die Stoffe, die ausgeschüttet werden, wenn wir uns in einer Stresssituation befinden. Die gleichen Stoffe – sogenannte Mediatoren – können auch durch andere Dinge freigesetzt werden, z. B. durch Medikamente, Allergene in Lebensmitteln oder physikalische Faktoren wie Hitze, Kälte oder Druck. 

Es gibt mindestens zwei Ursachen, die deine Haut empfindlicher gegenüber Stress machen können:

  • Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel. Vitamin D ist wichtig für die Regulierung unseres Immunsystems. Es gibt Hinweise darauf, dass ein Mangel mit einer erhöhten Immunaktivität in der Haut verbunden ist. Dann kann es sein, dass die Haut auf Stress überreagiert. 
  • Ein gestörtes Gleichgewicht in unserem Verdauungssystem. Durch eine Veränderung der Darmflora, das heißt der Mikroorganismen, die in unserem Darm leben, kann es zu einer Störung der Darmbarriere kommen. Das kann die Durchlässigkeit des Darmes erhöhen, was wiederum zu entzündlichen Hauterkrankungen führen kann.

Du hast du zum ersten Mal einen Ausschlag und keine anderen Hautkrankheiten? Dann ist es besser zum Arzt bzw. einer Ärztin zu gehen, um dich zu vergewissern, was los ist.

Wenn du Pickelchen auf der Haut bemerkst und dich gerade sehr gestresst oder ängstlich fühlst, könnte Stress der Auslöser für deinen Ausschlag sein. Wichtig ist, dass du überlegst, was sonst noch der Grund sein könnte und darauf achtest, ob du sonst noch andere Symptome hast – wie Atemnot oder Fieber.

Wie sieht ein Hautausschlag durch Stress aus?

Ein stressbedingter Hautausschlag zeigt sich oft durch kleine Schwellungen, auch Quaddeln oder Pusteln genannt. Diese sehen wie rote oder rosa Pickelchen auf der Haut aus. Je nachdem, welche Farbe deine Haut hat, können sie unterschiedlich aussehen. 

Die Quaddeln können ungefähr linsengroß oder so groß wie eine ganze Handfläche sein. Sie können voneinander getrennt oder zusammenhängend sein, sodass sie eine große Fläche bilden. Die Quaddeln können an einer bestimmten Stelle erscheinen, verschwinden und dann an einer anderen Stelle wieder auftauchen. 

Ein Hautausschlag durch Stress kann an einer vorher schon aufgekratzten Stelle am Körper auch wie ein roter oder verfärbter Fleck aussehen. Er kann in Form von Quaddeln oder Pusteln auftreten oder bei Menschen mit heller Hautfarbe wie eine fleckige, rote Stelle aussehen.

Manchmal ist das erste Symptom ein Jucken, Kribbeln oder Brennen auf der Haut, das dann zu Reiben oder Kratzen führt, und erst dann tritt ein Ausschlag auf. 

Nicht jeder Hautausschlag wird durch Stress, Ängste, Depressionen oder andere psychische Belastungen verursacht. Bei manchen Ausschlägen sieht es nur so aus, als wäre Stress der Auslöser – dabei gibt es dafür eigentlich gar keinen Zusammenhang. Andere Hautprobleme, die mit einem stressbedingten Ausschlag verwechselt werden können, sind: 

#1 Hitzeausschlag

Wenn es draußen besonders heiß oder schwül ist, kannst dort, wo du angezogen bist oder an Stellen, an denen du stark schwitzt, einen Hitzeausschlag bekommen. 

#2 Kontaktdermatitis

Kontaktdermatitis ist eine allergische Reaktion, die durch den Hautkontakt mit einem Allergen verursacht wird. Es gibt viele Allergene, die dies verursachen können und ein Mensch kann gegen viele von ihnen allergisch sein. Dazu gehören zum Beispiel Seifen, Schmuck, verschiedene Pflanzen und Chemikalien (Düngemittel, Desinfektionsmittel, Pestizide usw.).

#3 Insektenstiche 

Wenn du viele Insektenstiche hast, kann das auch einen Hautausschlag und Quaddeln verursachen. 

Hautausschlag durch Stress: Wie werde ich ihn los? 

Hier sind einige hilfreiche Tipps, wie du mit einem stressbedingten Hautausschlag am sinnvollsten umgehst:

  • Am besten nicht kratzen! Das fällt manchmal sehr schwer, aber Kratzen kann die Entzündung verstärken und den Ausschlag und Juckreiz verschlimmern. Lege kühle Kompressen auf die betroffene Haut. Das kann den Juckreiz und die Entzündung lindern. 
  • Vorsicht: Kälte kann bei manchen Menschen einen Hautausschlag auslösen. Wenn du weißt, dass deine Haut sehr empfindlich auf Kälte reagiert, dann ist diese Empfehlung vielleicht nicht für dich geeignet. 
  • Dusche nicht heiß und vermeide hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Nimm ein warmes Bad mit kolloidalem Hafermehl. Benutze keinen Waschlappen oder Luffa-Schwamm und keine Bürste an den betroffene Stellen.
  • Wasche dich nur mit einer milden, unparfümierten Seife oder einem sanften Reinigungsmittel. Die Duftstoffe, die Reinigungsprodukten oft zugesetzt werden, können die Haut zusätzlich reizen. 
  • Benutze eine Creme oder Lotion gegen den Juckreiz. 
  • Trage locker sitzende Kleidung aus 100 % Baumwolle. Das kann die Hautirritationen verringern. 

Mit diesen Maßnahmen lässt sich ein Hautausschlag durch Stress meist abmildern. Wenn dein Ausschlag nicht besser wird, obwohl du obige Tipps beachtet hast, beratschlagst du dich am besten mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin. Vielleicht brauchst du eine stärkere Behandlung und er oder sie kann dir ein Medikament verschreiben, damit deine Symptome besser werden. 

Ein Hautausschlag durch Stress ist keine bösartige Erkrankung. Wenn du keine anderen Symptome hast, dauert er meist nur einige Tage und die Ausbrüche sind normalerweise mild. Aber er kann natürlich sehr unangenehm sein und kommt häufig wieder. Ein Hautausschlag durch Stress kann im Laufe von Tagen und Wochen kommen und gehen.

Das alles kann ziemlich anstrengend sein und dich im Alltag ganz schön beeinträchtigen. Wenn du deshalb schlecht schläfst, Probleme im Alltag oder weitere Symptome hast, solltest du dich auf jeden Fall von deinem Arzt bzw. deiner Ärztin beraten lassen. 

Ein Ausschlag, der länger als 6 Wochen anhält, gilt als chronisch. Spätestens dann solltest du gemeinsam mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin nach der Ursache suchen. 

Bei vorherbestehenden Hauterkrankungen und immer wieder auftretenden Symptomen ist ein Arztbesuch auch sinnvoll. Möglicherweise muss dann die Medikation angepasst oder eine alternative Behandlungsmöglichkeit gefunden werden.

Wenn du Atemnot oder Schwindel hast, du dich übergeben musst oder dein Mund bzw. deine Augenlider anschwellen, hast du vielleicht eine allergische Reaktion. In diesem Fall solltest du dir sofort medizinische Hilfe holen oder dich in die nächste Notaufnahme begeben

Manchmal kann es sein, dass du zusätzlich ein Vitamin-D-Präparat einnehmen musst. Frag deinen Arzt bzw. deine Ärztin immer nach deinem Vitamin-D-Spiegel und ob das notwendig ist. 

Es ist vielleicht beruhigend zu wissen, dass eine Behandlung erfolgreich sein kann, selbst wenn du die Ursache deines Hautausschlags nicht kennst. Natürlich ist es hilfreich, wenn du weißt, was der Grund für deine Probleme sind. Aber manchmal findet man einfach keine Ursache. Bei ungefähr 50 % der chronischen Hautausschläge weiß man nicht wirklich, warum die Symptome immer wiederkehren. Und trotzdem kann man sie gut behandeln. 

Was kann man zur Vorbeugung gegen einen Hautausschlag durch Stress tun? 

Grundsätzlich kann man stressbedingten Hautausschlägen man am besten mit Strategien zur Stressbewältigung vorbeugen. Wenn akuter oder chronischer Stress der Grund für deine Hautprobleme sind, zeigt dein Körper dir vielleicht so, dass du langsamer machen sollst. 

Das ist natürlich nicht unbedingt leicht. Wir leben in einer stressigen Welt und meist ist es schwierig, eine stressige Umgebung zu ändern. Hier sind einige Techniken zur Stressbewältigung, die dir helfen können, die Auswirkungen von Stress auf deine Hautgesundheit zu verringern:

  • Mache tiefe Atemübungen.
  • Verbringe weniger Zeit am Bildschirm und mit den sozialen Medien.
  • Mache Achtsamkeitsübungen oder meditiere. 
  • Probiere Chi-Walking aus oder treibe leichten Sport.
  • Sorge dafür, dass du genug Schlaf bekommst.
  • Dehne deinen Körper.
  • Achte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Das sagen unsere Mediziner:innen

Stress und Angst wirken sich auf jeden Menschen anders aus. Aber ständig unter Spannung zu stehen, ist für niemand gesund. Es gibt viele effektive Behandlungsmethoden, um einen Hautausschlag durch Stress loszuwerden. Aber er wird immer wiederkommen, wenn der Stress nicht abgebaut wird. 

Daher ist Stressbewältigung grundlegend für die Vorbeugung. So einfach es klingt: Schlaf, Bewegung und Ernährung sind die Schlüsselfaktoren dafür.

Eine natürliche und ausgewogene Ernährung und die Entscheidung gegen stark verarbeitete Lebensmittel stehen dabei ganz oben auf die Liste. Für einen stressfreien Lebensstil ist es aber nicht nur wichtig, was du isst, sondern auch wie du isst. Nimm dir Zeit, dich beim Essen hinzusetzen. Schalte deine elektronischen Geräte aus, wenn du mit Familie und Freunden am Tisch sitzt. Achte auf deine Essgewohnheiten – dann tust du schon sehr viel für deinen Stressabbau!

Wenn du regelmäßig stark verarbeitete Lebensmittel isst, kann das ein Ungleichgewicht in deiner Darmflora und chronische Entzündungen im Darm verursachen. Das kann zu einer leichten systemischen Entzündung führen, die deine Haut empfindlicher gegenüber Stress machen kann. Umgekehrt kann auch Stress zu einer chronischen Darmentzündung beitragen. Aus diesem Grund sind Ernährung und Stressbewältigung der Schlüssel für einen gesünderen Darm und eine gesündere Haut.

Fazit

Ein Hautausschlag durch Stress kommt häufig vor. Viele Menschen sind davon betroffen, vor allem diejenigen, die noch andere Hautkrankheiten haben. Er gilt als gutartig und kann zu Hause oder von einem Arzt bzw. einer Ärztin behandelt werden.

Der beste Weg, einem stressbedingten Hautausschlag vorzubeugen, ist das Erlernen von Techniken zur Stressbewältigung. Es ist auch wichtig, an andere mögliche Diagnosen zu denken. Im Zweifelsfall und besonders wenn du noch andere schwerwiegende Symptome hast, ist es am besten, ärztlichen Rat einzuholen.

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Geschrieben von
Edibel Quintero ist Ärztin, 2013 hat sie ihr Studium an der Universität von Zulia abgeschlossen. Seither ist sie in ihrem Beruf tätig. Sie ist spezialisiert auf Fettleibigkeit und Ernährung, allgemeine Rehabilitation, Sportmassagen und postoperative Rehabilitation. Edibels Ziel ist es, Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen, indem sie sie über Ernährung, Bewegung, mentales Wohlbefinden und weitere auf den Lebensstil bezogene Möglichkeiten aufklärt, um ihnen so den Weg zu einer höheren Lebensqualität aufzuzeigen.
Dieser Artikel wurde überprüft von Rosmy Barrios, M.D.
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