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Morgens hoher Blutdruck? Daran könnte es liegen!
Herzgesundheit

Morgens hoher Blutdruck? Daran könnte es liegen!

Geschrieben von Edibel Quintero, R.D. | Medizinisch geprüft durch Medizinisch geprüft durch Rosmy Barrios, M.D. check
Veröffentlicht am January 22, 2023
340 Ansichten
7 min

Dein Blutdruck kann im Laufe eines Tages variieren und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Manchmal ist der Blutdruck am Morgen besonders hoch. Wir erklären dir, wann du wachsam werden solltest, was die Warnsignale sind und was du unternehmen kannst.

morgens hoher blutdruck
Shutterstock.com

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Der Blutdruck steht für den Druck, mit dem dein Herz das Blut gegen die Wände deiner Arterien pumpt. Dass der Blutdruck im Laufe des Tages variiert, ist für gesunde Erwachsene normal.

Am Morgen steigt dein Blutdruck typischerweise an. Dies dauert gewöhnlich bis zur Mittagszeit. In der Nacht sinkt der Blutdruck wieder.

Solche Schwankungen sind also kein Grund zur Beunruhigung. Wenn dein Blutdruck morgens jedoch unnormal hoch ist, könnte dies auf ein Problem hindeuten.

Zu den möglichen Folgen von hohem Blutdruck am Morgen zählen Kreislaufprobleme sowie Herzinfrakte oder Schlaganfälle. Wenn du häufiger morgens unter ungewöhnlich hohem Blutdruck leidest, solltest du dich darüber informieren, wie du solchen Konsequenzen vorbeugen kannst.

In diesem Artikel findest du daher alle wichtigen Informationen zum Thema Bluthochdruck am Morgen, seine Ursachen sowie die Symptome, die du im Auge behalten solltest.

Regelmäßig Blutdruck messen!

Dein Blutdruck ist ein wichtiger Indikator für deine Gesundheit. Regelmäßiges Blutdruckmessen kann dabei helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Dies gilt besonders für alle, die einem erhöhten Risiko für Herzleiden und andere Krankheiten ausgesetzt sind.

Zu den Risikofaktoren zählen deine Lebensweise, dein Gesundheitszustand und familiäre Veranlagung. Beim Blutdruckmessen ermittelst du, ob dein Blutdruck hoch oder niedrig ist. Bluthochdruck äußert sich selten in spürbaren Symptomen. Daher ist es besonders wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob dein Blutdruck hoch oder normal ist.
Mit diesem Wissen kannst du Maßnahmen ergreifen, um deinen Blutdruck zu senken. Auf diese Weise trägst du dazu bei, dein Risiko für Herzinfrakte und andere Beschwerden zu verringern. Wenn du dich gesund ernährst, aktiv gegen Stress vorgehst und regelmäßig Sport treibst, kannst du deinen Blutdruck nachhaltig reduzieren.

Bluthochdruck am Morgen – daran kann es liegen

Morgendliche Hypertonie – so der medizinische Begriff für Bluthochdruck – ist ein Phänomen, das viele Menschen erleben. Meist steigt der Blutdruck in den frühen Morgenstunden, noch bevor du aufwachst. Dieser morgendliche Anstieg lässt sich mit dem normalen Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen, dem sogenannten circadianen Rhythmus, erklären. Ein besonders hoher Anstieg des Blutdrucks am Morgen ist hingegen ungewöhnlich.

Der circadiane Rhythmus ist ein interner Prozess, der auf natürliche Weise deinen Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. Er basiert auf physischen, geistigen und Verhaltensveränderungen, die während dieser Zeit stattfinden. 

Eine Vielzahl an Faktoren kann den Verlauf deines Blutdrucks beeinflussen. Meistens hat ein ungewöhnlich hoher Blutdruck seine Ursachen in Vorerkrankungen, einem ungesunden Lebensstil oder in der Einnahme von Medikamenten. Indem du herausfindest, welche Ursachen deinen Bluthochdruck erzeugen, wird es leichter, deinen Blutdruck positiv zu beeinflussen. Hypertonie kann von verschiedenen Krankheitsbildern verursacht werden.

#1 Erkrankungen, die Bluthochdruck verursachen

Zu den Krankheitsbildern, die Bluthochdruck erzeugen können, zählen:

  • Diabetes
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Nierenleiden
  • Schilddrüsenerkrankungen 
  • unbehandelte Hypertonie
  • Herzkrankheiten
  • Störungen des Nervensystems

#2 Ungesunde Lebensweise

Ein gesunder Lebenswandel mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung ist das A und O für einen ausgeglichenen Blutdruck. Manche Angewohnheiten können sich direkt auf deinen Blutdruck auswirken. Dazu zählen:

#3 Medikamente 

Bestimmte Medikamente können den Blutdruck beeinflussen, das gilt sowohl für verschreibungspflichtige als auch für frei verkäufliche Arzneien. Manche Arzneimittel können zudem Wechselwirkungen mit Bluthochdruck-Medikamenten eingehen. Dies geschieht vor allem dann, wenn die blutdrucksenkenden Mittel zu niedrig dosiert sind. 

Wenn du vermutest, dass deine Medikamente für deinen morgendlichen Bluthochdruck verantwortlich sind, kontaktiere bitte umgehend deinen Arzt. Ohne ärztlichen Rat solltest du deine Dosis nicht selbstständig ändern.

Blutdruckmessen am Morgen: Wann ist die richtige Zeit?

Miss deinen Blutdruck rund eine Stunde nach dem Aufstehen. Eine weitere Messung sollte am Abend vor dem Schlafengehen erfolgen.

Deinen morgendlichen Blutdruck solltest du noch vor dem Frühstück, vor der Einnahme von Medikamenten und vor deinem ersten Workout messen. Warte nach dem Aufstehen etwa eine Stunde, bevor du deinen Blutdruck ermittelst.

Für ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis empfiehlt es sich, zwei bis drei Messungen im Abstand von jeweils einer Minute vorzunehmen. Miss deinen Blutdruck zudem jeden Tag zur selben Uhrzeit. Nach einigen Messungen kannst du so deinen durchschnittlichen Blutdruck erheben.

Tipp: Während des Messens solltest du dich gerade hinsetzen und die Füße nebeneinander flach auf den Boden stellen.

Wie hoch ist ein normaler morgendlicher Blutdruck?

Wenn dein morgendlicher Blutdruck regelmäßig höher ist als 129 zu 79 mmHg, spricht man von Hypertonie. Der optimale Blutdruck liegt bei weniger als 120 zu 80 mmHg.

Das Ergebnis deiner Blutdruckmessung lässt sich in eine der folgenden Kategorien einordnen:

systolisch (mmHg)diastolisch (mmHg)
optimal< 120< 80
normal120-12980-84
hochnormal130-13985-89
Hypertonie Grad 1140-15990-99
Hypertonie Grad 2160-179100-109
Hypertonie Grad 3≥ 180≥ 110
isolierte systolische Hypertonie≥ 140< 90 

Der systolische Blutdruck ist die obere Zahl auf dem Bildschirm deines Messgerätes. Sie beziffert den Druck zum Zeitpunkt eines Herzschlages. Der diastolische Druck wird von der unteren Zahl abgelesen und misst den Druck zwischen den Herzschlägen, wenn sich dein Herz in entspanntem Zustand befindet.

Bluthochdruck: Die Symptome

Wenn der Blutdruck erhöht ist, merkt man davon meist gar nichts. Es gibt jedoch einige Symptome, die auch auf Bluthochdruck hindeuten können. Wenn du eines oder mehrere der folgenden Symptome bei dir beobachtest, solltest du dir ärztlichen Rat holen.

#1 Schwindel

Schwindel ist normalerweise kein Symptom für Bluthochdruck. Er kann jedoch als Nebenwirkung bei der Einnahme von Blutdruckmedikamenten auftreten. Darüber hinaus kann Schwindelgefühl ein frühes Warnsignal für einen Schlaganfall sein.

#2 Atemnot

Atembeschwerden können auf Lungenhochdruck hindeuten – Bluthochdruck in den zur Lunge führenden Blutgefäßen. Atemnot entsteht, wenn die rechte Seite des Herzens nicht mehr dazu in der Lage ist, ausreichend Blut durch die Lunge zu transportieren.

#3 Kopfschmerzen

Obwohl Kopfschmerzen kein typisches Symptom für Bluthochdruck sind, können Sie im Fall eines Bluthochdrucknotfalls auftreten. Der Blutdruck steigt dabei auf Werte von 200-220 zu 100-120 mmHg. Bei solchen Blutdruckwerten sollte so schnell wie möglich der Notarzt gerufen werden.  

#4 Nasenbluten 

Auch Nasenbluten stehen auf der Liste der möglichen Symptome eines Bluthochdrucknotfalls. Um den genauen Zusammenhang zwischen Nasenbluten und Bluthochdruck zu verstehen, sind weitere Studien notwendig. Auch wenn hoher Blutdruck Nasenbluten nicht direkt verursacht, sind sie bei Bluthochdruckpatienten jedoch schwerer in den Griff zu bekommen.  

#5 Herzstolpern

Wenn das Herz zusätzliche Schläge produziert, nennt man dies Herzstolpern. Dieser als starkes Pochen wahrgenommene Herzschlag kann durch Stress, Sport oder Koffein ausgelöst werden und ist meist harmlos. Wenn Herzstolpern jedoch häufig auftritt, kann dies auf Herzrhythmusstörungen hindeuten. Es kann zudem als Nebenwirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten auftreten. 

Wenn starke Kopfschmerzen, Schmerzen in der Brust oder Taubheitsgefühl und Kribbeln in deinen Armen auftreten, muss wegen der Gefahr eines Infarkts der Notarzt verständigt werden.

Hoher Blutdruck am Morgen? So kannst du ihn senken.

Deine Lebensweise kann sich erheblich auf deinen morgendlichen Blutdruck auswirken. Mit diesen gesunden Verhaltensweisen kannst du deine Werte verbessern:

  • Ernähre dich gesund (viel Obst, Gemüse und Vollkorn).
  • Treibe regelmäßig Sport.
  • Reduziere deinen Alkoholkonsum.
  • Gib das Rauchen auf.
  • Probiere Entspannungstechniken aus.
  • Achte auf dein Gewicht.

Wenn dein Arzt dir blutdrucksenkende Medikamente verschreibt, solltest du diese regelmäßig einnehmen. Sprich mit deinem Arzt, wenn die Dosierung bei dir Beschwerden verursacht.

Tipp: Die Cardi.Health-App kann dir dabei helfen, deinen Blutdruck unter Kontrolle zu bringen. Mit auf deine Blutdruck- und Cholesterinwerte zugeschnittenen Ernährungs- und Bewegungsempfehlungen unterstützt dich die App dabei, gesund zu leben und deine Herzleistung im Auge zu behalten. Das Ziel: Ein normaler Blutdruck und gesunde Cholesterinwerte.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist der Blutdruck am höchsten?

Dein Blutdruck ist im Durchschnitt zur Mittagszeit am höchsten. Dass die Werte im Tagesverlauf variieren, ist normal. Der Blutdruck steigt in der Regel am Morgen und hat seinen Höchststand in der Mitte des Tages.

Wann ist der Blutdruck am niedrigsten?

Dein Blutdruck ist meist in der Nacht am niedrigsten, wenn du schläfst. Nach dem Höchststand zur Mittagszeit sinkt der Blutdruck am Nachmittag und bis in den Abend hinein. In der Nacht befindet er sich auf seinem tiefsten Stand.

Wie kommt es zu Bluthochdruck in der Nacht?

Wenn dein Blutdruck dagegen in der Nacht ansteigt, kann dies auf eine Erkrankung hindeuten. Dazu zählen Diabetes, Schlafapnoe und Nierenprobleme. Auch ein Mangel an Bewegung, eine salzreiche Ernährung und Nachtarbeit zählen zu den möglichen Ursachen.

Das sagt der Facharzt

Morgendliche Hypertonie steht für erhöhten Blutdruck am Morgen mit Werten von über 130 zu 80 mmHg. Zu den Verursachern zählen bestimmte Medikamente, Vorerkrankungen oder eine ungesunde Lebensweise.

Der Blutdruck kann im Laufe des Tages fallen und steigen. Dies ist von deiner Aktivität abhängig. Obwohl der Blutdruck in der Nacht meist am geringsten ist, kann es dennoch auch nachts zu Hypertonie kommen, bei der dein Blutdruck während des Schlafes steigt.

Für Patienten mit hohem Risiko für Bluthochdruck ist regelmäßiges Blutdruckmessen wichtig. Zur besseren Kontrolle deines Blutdrucks kannst du mit dafür geeigneten Armbändern den gesamten Tag lang deinen Blutdruck im Auge behalten.

Hoher Blutdruck am Morgen sollte nicht vernachlässigt werden. Er kann auf ernsthafte Kreislauf- und Herzprobleme hinweisen, darunter auf einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Um deinen Blutdruck zu normalisieren, solltest du dich in ärztliche Behandlung begeben.

Fazit

Dein Blutdruck schwankt im Laufe des Tages. Er steigt, bevor du aufwachst und sinkt gegen Abend bis in die Nacht.

Um deinen Bluthochdruck im Zaum zu halten, sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Mit Apps wie der Cardi.Health-App kannst du deine Blutdruckwerte im Blick behalten und dir Ernährungs- und Fitnesstipps von Spezialisten holen.

Wenn dein morgendlicher Blutdruck regelmäßig sehr hoch ist, kann sich dies negativ auf deine Gesundheit auswirken. Das Risiko für Herzprobleme oder Schlaganfälle ist erhöht. Suche daher einen Arzt auf, der dir dabei helfen kann, deinen Blutdruck zu normalisieren.

Geschrieben von
Edibel Quintero ist Ärztin, 2013 hat sie ihr Studium an der Universität von Zulia abgeschlossen. Seither ist sie in ihrem Beruf tätig. Sie ist spezialisiert auf Fettleibigkeit und Ernährung, allgemeine Rehabilitation, Sportmassagen und postoperative Rehabilitation. Edibels Ziel ist es, Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen, indem sie sie über Ernährung, Bewegung, mentales Wohlbefinden und weitere auf den Lebensstil bezogene Möglichkeiten aufklärt, um ihnen so den Weg zu einer höheren Lebensqualität aufzuzeigen.
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