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„Ich bin nicht liebenswert“ – So entwickelst du ein positives Selbstbild
Geistige Gesundheit

„Ich bin nicht liebenswert“ – So entwickelst du ein positives Selbstbild

Geschrieben von Edibel Quintero, R.D. | Medizinisch geprüft durch Medizinisch geprüft durch Rosmy Barrios, M.D. check
Veröffentlicht am January 22, 2023
146 Ansichten
6 min

Wenn du dich selbst nicht liebenswert findest, kann das verschiedene Ursachen haben. „Ich bin nicht liebenswert“ – so sehr du auch daran glauben magst, entspricht es noch lange nicht der Realität. Schauen wir uns gemeinsam an, wie du solche Gedanken überwinden und ein positiveres Selbstbild entwickeln kannst.

ich bin nicht liebenswert
Shutterstock.com

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Viele Menschen haben Selbstzweifel und ein geringes Selbstwertgefühl. Dass du dich nach Anerkennung und Zugehörigkeit sehnst, ist ganz natürlich und menschlich. Sich nicht liebenswert zu fühlen, kann eine große Belastung darstellen. Etwas mehr Mitgefühl mit dir selbst ist hier gefragt! 

In diesem Artikel untersuchen wir, woher diese Gedanken kommen, und zeigen dir Wege auf, wie du sie überwinden kannst.

„Ich bin nicht liebenswert“ – Was steckt hinter deinen Gefühlen?

Wer sich nicht liebenswert fühlt, der denkt, dass er keine Liebe und Zuneigung verdient hat. Solche Gedanken gründen auf verschiedenen Überzeugungen, die du von dir selbst hast. Ein geringes Selbstwertgefühl gehört dazu.

Dass du dich unliebsam fühlst, heißt aber noch lange nicht, dass das auch so ist. Deine Überzeugungen wirken sich darauf aus, wie du über dich selbst denkst. Unter einer Überzeugung versteht man eine Annahme, die du als Tatsache verankert hast. Wenn du die Annahme, dass du nicht liebenswert bist, als Tatsache ansiehst, glaubst du, dass sie der Wahrheit entspricht.

Wie ist es also dazu gekommen, dass du dich unliebsam fühlst? Zu den möglichen Ursachen zählen ein Mangel an Selbstliebe und ein geringes Selbstwertgefühl. Auch an den falschen Orten nach Liebe zu suchen, kann dazu führen, dich der Liebe unwürdig zu fühlen. Das kann bis zur Selbstablehnung führen.

Die gute Nachricht: auch wenn du noch so davon überzeugt bist, nicht liebenswert zu sein, ist es trotzdem nicht wahr. Dieser Gedanke hängt mit negativen Gefühlen zusammen, die du für dich selbst empfindest. Diese kannst du überwinden und am Ende eines Heilungsprozesses ganz anders über dich selbst denken.

Warum denkst du, dass du keine Liebe verdient hast?

Hältst du dich für einen schlechten Menschen und glaubst daher, keine Liebe verdient zu haben? Oder denkst du, dass du es aufgrund deiner Fehler oder falscher Entscheidungen in der Vergangenheit nicht wert bist, geliebt zu werden?

Manchen Theorien zufolge kann das Gefühl, nicht liebenswert zu sein, aus der Kindheit stammen. Möglicherweise hast du ein Trauma erlitten, das deine geistige Gesundheit beeinflusst und dich daran hindert, dich liebenswert zu finden. Eine solche schmerzhafte Erfahrung kann deine Überzeugungen prägen und dazu führen, dass du dich unliebsam fühlst.

Auch verschiedene psychische Erkrankungen können solche Gefühle mit sich bringen. Dazu zählen Depressionen und Angstzustände und das Borderline-Syndrom. Auch Angst vor Nähe, ein geringes Selbstwertgefühl und gegenseitige Abhängigkeit können Ursachen sein.

Was auch immer die Gründe für deine Gefühle sind, es gibt Wege, wie du dein Selbstwertgefühl stärken und dich selbst lieben lernen kannst – Damit du dich schon bald der Liebe würdig fühlst.

„Ich bin nicht liebenswert“ – Was sind die Ursachen für dieses Gefühl?

Schauen wir uns nun einige der möglichen Ursachen dafür an, dass du dich unliebsam fühlst. Die Gründe für deine Gefühle zu kennen, hilft dir dabei, zu verstehen, wie sie deine geistige Gesundheit beeinflussen.

#1 Interpretation

Deine Überzeugungen haben Einfluss darauf, ob du dich geliebt fühlst. Ein Grund dafür, dass du dich nicht akzeptiert oder geliebt fühlst, könnte deine Interpretation deiner Überzeugungen sein. 

Das bedeutet, dass du möglicherweise liebloses Verhalten in der Vergangenheit erfahren hast. Diese Erfahrung könnte dich heute dazu verleiten, verschiedene Verhaltensweisen als lieblos zu deuten. In der Folge fühlst du dich nicht liebenswert. Manche psychische Erkrankungen wie etwa Depressionen fördern diese Auslegung.

Selektive Interpretation ist ein Vorgang, bei dem du die Taten deiner Mitmenschen durch ein Prisma wahrnimmst, welches mit deinen Überzeugungen übereinstimmt. Wenn sich jemand negativ dir gegenüber verhält, beziehst du dies automatisch auf dich selbst. Du denkst, dass dich diese Person so behandelt, weil du nicht liebenswert bist.

Diese Herangehensweise kann sich problematisch auf deine Beziehungen und deinen Glauben an dich selbst auswirken. Schau dir am besten deine vergangenen Erfahrungen an. Üblicherweise finden sich in der Vergangenheit solche Muster von Missinterpretationen, sowohl negative als auch positive.

Die gute Nachricht ist, dass du diese Art des Denkens überwinden kannst und die Linse, durch die du deine Mitmenschen wahrnimmst, neu formen kannst.

#2 Komplexe

Neue Beziehungen können eine Menge an Unsicherheiten erzeugen, wenn du dich nicht liebenswert findest. Diese Komplexe können dir einreden, dass dein Partner dich nicht liebt, weil du deinen Selbstwert nicht wahrnimmst. 

Vergangene negative Erfahrungen und manche attachment styles können dieses Denken verstärken und dich daran hindern, wahre Liebe in einer Beziehung zu erleben. Attachment issues wie insecure attachment styles bilden sich in der frühen Kindheit in der Beziehung zu den Eltern heraus.

Ob es an einem attachment issue oder an anderen Erfahrungen liegt, Komplexe können dafür verantwortlich sein, dass du dich unliebsam fühlst. Es gibt jedoch Wege, diese Gefühle zu überwinden.

#3 Geringes Selbstwertgefühl

Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, der kann sich ungeliebt fühlen. Du glaubst, der Liebe und Zuneigung nicht wert zu sein. In Beziehungen denkst du möglicherweise, dass du nicht gut genug aussiehst oder nicht genug zu bieten hast. Diese Annahmen basieren darauf, welchen Wert du dir selbst gibst. 

Ein geringes Selbstwertgefühl wie auch andere Emotionen dieser Art können infolge von Erfahrungen mit der Mutter oder dem Vater in der Kindheit oder in späteren Partner-Beziehungen entstehen. 

Es gibt Wege, mit denen du dein Selbstvertrauen aufbauen und aufhören kannst, dich nicht liebenswert zu fühlen.

#4 Trauma

Traumatische Erfahrungen mit den Eltern in der Kindheit oder mit dem Partner im Erwachsenenalter können dazu führen, dass du dich nicht liebenswert fühlst. Möglicherweise glaubst du, dass du die negativen Erlebnisse verdient hast. Dies kann es dir erschweren, dich akzeptiert oder geliebt zu fühlen.

Wenn du ein Trauma erlitten hast, könnte dir ein klinischer Psychologe dabei helfen, dass du dich wieder geliebt fühlen kannst.

#5 Depressionen

Depressionen können das Gefühl, unliebsam zu sein, verstärken. Sie verursachen kognitive Verzerrungen, welche deine Wahrnehmung beeinträchtigen.

Viele Menschen leiden unter Depressionen. Dabei handelt es sich um eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die behandelt werden kann und sollte.

Das kannst du tun, um dich liebenswert zu fühlen

Glücklicherweise gibt es Wege, die dir dabei helfen, dich wieder geliebt zu fühlen. Hier kommen unsere Tipps, wie dir das gelingen kann.

#1 Führe ein Tagebuch

Tagebuch zu führen, ist eine bekannte Methode, um dein geistiges Wohlbefinden zu verbessern. Wissenschaftler haben sie ausgiebig erforscht. Und so wird sie von vielen Menschen dazu genutzt, sich besser zu fühlen.

In einem Tagebuch kannst du aufschreiben, wann du dich ungeliebt fühlst. So lassen sich Muster und Auslöser leichter erkennen. Indem du deine Stimmung aufzeichnest und deine Gefühle erkundest, kannst du herausfinden, warum du dich so fühlst.

Deine Gedanken niederzuschreiben kann dir außerdem dabei helfen, Abstand von ihnen zu erlangen und sie aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. So könnten ursprünglich als negativ empfundene Erfahrungen als positiv umgedeutet werden.

#2 Grenzen setzen

Grenzen zu setzen, ist unwahrscheinlich wichtig für dein seelisches Wohlbefinden. Sie erlauben es dir, dir selbst mehr Beachtung zu schenken. Sage nein zu Dingen, von denen du weißt, dass sie dir nicht guttun, und sorge dafür, dass niemand diese Grenzen überschreitet.

Wenn bestimmte Menschen in deinem Leben negative Gefühle in dir auslösen, macht es Sinn, Grenzen zu setzen, um diese Trigger auszuschalten. Dazu kann zählen, bestimmte Veranstaltungen nicht mehr zu besuchen, keinen Alkohol mehr zu trinken oder dir auf der Arbeit nicht alles gefallen zu lassen.

#3 Nutze eine Therapie-App

Um deine seelische Gesundheit zu fördern, kannst du eine App nutzen. Es gibt eine Reihe von Apps für geistiges Wohlbefinden, die dir dabei helfen können, dein Gefühl, nicht liebenswert zu sein, zu behandeln. 

Dazu zählt die Sensa App. Diese nutzt Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. Darin kannst du deine Stimmungen aufzeichnen und Tagebuch führen und so gesündere Gewohnheiten für deine seelische Gesundheit entwickeln.

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Kognitive Verhaltenstherapie hilft dir dabei, deine Denkweise zu verändern. Diese Form der Therapie ist gut erforscht und beliebt. Auch für Menschen, die sich nicht liebenswert fühlen, kann sie äußerst nützlich sein.

Das sagen unsere Psycholog:innen

Wenn du dir öfter sagst „Ich bin nicht liebenswert“, kann das an verschiedenen Erfahrungen oder psychischen Erkrankungen liegen.

Das wichtigste ist, dir vor Augen zu halten, dass diese Annahme nicht der Realität entspricht.

Es gibt eine Reihe von Methoden, mit denen du verändern kannst, wie du dich fühlst. Indem du mehr auf dich selbst achtest und eine Heilung zulässt, kannst du mehr Selbstvertrauen aufbauen und selbstsicherer werden.

Vielen Menschen hilft es, Tagebuch zu führen und Stimmungen und die Auslöser negativer Gefühle zu dokumentieren. Eine App für seelisches Wohlbefinden kann dabei helfen.

Scheue dich nicht davor, einen Therapeuten aufzusuchen. Es gibt viele verschiedene Therapieansätze, die dir helfen können. Kognitive Verhaltenstherapie etwa kann dich dabei unterstützen, deine Denkweise zu verändern und deine geistige Gesundheit verbessern.

Der Gang zum Therapeuten kann der erste Schritt auf dem Weg zur Heilung sein. In Gesprächen legst du die Wurzel deiner Sorgen frei und findest Wege, sie zu überwinden. Geistige Gesundheit ist unwahrscheinlich wichtig. Dir Hilfe zu holen, kann eine enorme Unterstützung sein.Im Alltag kannst du einen wichtigen Beitrag zu deiner seelischen Gesundheit leisten, indem du dich gesund und ausgewogen ernährst, regelmäßig Sport treibst und täglich an die frische Luft gehst.

Fazit

„Ich bin nicht liebenswert“ – mit diesem Gedanken bist du nicht allein. So stark das Gefühl auch sein mag, es entspricht nicht der Realität. Du bist definitiv liebenswert!

Wenn du nicht unliebsam fühlst, kann dies verschiedene Ursachen haben. Probiere einige der oben vorgeschlagenen Methoden aus, mit denen du deine negativen Gefühle bezwingen und dich bald selbstsicherer fühlen kannst. Du bist hast es verdient, geliebt zu werden – sowohl von anderen als auch von dir selbst.

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Geschrieben von
Edibel Quintero ist Ärztin, 2013 hat sie ihr Studium an der Universität von Zulia abgeschlossen. Seither ist sie in ihrem Beruf tätig. Sie ist spezialisiert auf Fettleibigkeit und Ernährung, allgemeine Rehabilitation, Sportmassagen und postoperative Rehabilitation. Edibels Ziel ist es, Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen, indem sie sie über Ernährung, Bewegung, mentales Wohlbefinden und weitere auf den Lebensstil bezogene Möglichkeiten aufklärt, um ihnen so den Weg zu einer höheren Lebensqualität aufzuzeigen.
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