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Können Brustschmerzen durch Stress verursacht werden?

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Geschrieben von Edibel Quintero, R.D.
Faktencheck durch Rosmy Barrios, MD
Letztes Update: March 23, 2023
7 min Lesezeit 1153 Ansichten 0 Kommentare
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Angstgefühle und Stress können eine Reihe von körperlichen Symptomen hervorrufen. Das können beispielsweise Schmerzen in der Brust und andere unangenehme Gefühle im Körper sein. Wir erklären den Zusammenhang zwischen Stress und Schmerzen in der Brust und erläutern 5 Möglichkeiten, wie du das erdrückende Gefühl in deiner Brust lindern kannst.

brustschmerzen durch stress

Menschen mit Angstzuständen können sowohl psychische als auch körperliche Symptome aufweisen.

Eines dieser belastenden Symptome können Schmerzen oder ein Engegefühl in der Brust sein. Veränderungen des Hormonspiegels und der Atmung können Herz, Brust und Lunge zusätzlich belasten.

Schwere Angstzustände haben zwangsläufig negative körperliche Auswirkungen. Aus diesem Grund erklären wir in diesem Artikel mehr über Stress, Angstzustände und wie man Brustschmerzen durch Stress erfolgreich verhindert.

Hier erfährst du mehr über Stress und die damit verbundenen Schmerzen im Brustbereich!

Können Brustschmerzen durch Stress entstehen?

Ja, Stress oder Angstzustände können bei manchen Menschen Schmerzen in der Brust verursachen. Stress kann das Atemmuster verändern und die Lunge sowie Brustmuskulatur zusätzlich belasten. Außerdem kann ein hoher Stresslevel den Blutdruck erhöhen und die Herzfrequenz im Laufe des Tages steigern.

Laut einer Studie wird bei Angst der Cortisolspiegel erhöht – ein Stresshormon, das sich negativ auf das Herz auswirkt. Dieses Hormon löst vor allem Blutdruckschwankungen und Herzrasen aus, was beides zu Schmerzen in der Brust, Herzschmerzen und Kurzatmigkeit beiträgt.

Nur wenige Menschen verstehen, wie der Körper auf Angstsymptome reagiert. Auch wenn du es nicht immer sofort merkst, verkrampft sich dein Körper, wenn du mit negativen Gefühlen oder Gedanken konfrontiert wirst. Und da man bei Panikattacken oder starkem Stress ständig seine Atmung regulieren möchte, erhöht das Gefühl der Anspannung zusätzlich die Muskelspannung in der Brust.

In stressigen Zeiten könntest du auch unter Schulter-, Nacken- und Herzschmerzen leiden. Diese können von chronischer Migräne, Schweißausbrüchen, Magenkrämpfen und Müdigkeit begleitet sein. Wenn die Brustschmerzen plötzlich auftreten, solltest du unbedingt einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen, um die richtige Behandlung zu erhalten.

Wie fühlen sich Brustschmerzen durch Stress an?

In der Regel fühlen sich Brustschmerzen durch Angststörungen unangenehm an. Betroffene spüren meistens einen Druck auf der Lunge oder einen stechenden Schmerz, der sich durch den ganzen Brustkorb ziehen kann. Solche Schmerzen stellen in der Regel nur ein geringes gesundheitliches Risiko dar und sind kein Grund zur Besorgnis. Aber wenn der Schmerz schlimmer wird, solltest du unbedingt einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen.

Angst- und Stresssymptome können sich von Person zu Person unterscheiden. An manchen Tagen wirst du vielleicht Herzschmerzen oder Schmerzen in der Brust haben, während du an anderen Tagen unter paranoiden Gedanken leidest. Nicht jeder stressige Tag ruft Brustschmerzen hervor und du solltest dir bewusst machen, wie sich Muskelverspannungen in der Brust anfühlen.

Laut neuen Untersuchungen leiden etwa 25 bis 50 % der Menschen, die sich mit Brustschmerzen in die Notaufnahme begeben, unter starken Ängsten. Das zeigt, dass sich Schmerzen in der Brust bei jedem Menschen anders anfühlen. Oft wird befürchtet, dass es sich um eine Herzerkrankung wie einen Herzinfarkt handelt. Es ist also wichtig, den Ursachen immer nachzugehen und eine Erkrankung des Herzens auszuschließen.

Nachfolgend findest du die wichtigsten Symptome für stressbedingte Brustschmerzen:

  • Stechender Schmerz
  • Dumpfe Schmerzen
  • Engegefühl in der Brust
  • Brennendes Gefühl
  • Anhaltendes Unbehagen
  • Plötzlicher Druck auf der Lunge
  • Muskelkrämpfe oder Zuckungen

Wie lange halten Brustschmerzen durch Stress an?

Stressbedingte Schmerzen in der Brust können zwischen 10 Minuten und sieben Tagen andauern. Die Dauer der Schmerzen hängt von deiner Psyche und Stressreaktion ab. Eine mehrstündige Stressphase kann die Schmerzen verstärken, während eine kurze Panikattacke meistens nur wenige Minuten lang Schmerzen verursacht.

Starker Stress und Angstzustände können sich durch Schmerzen in der Brust bemerkbar machen. Die Schmerzen können stunden- oder tagelang andauern, da sich die Muskeln während des emotionalen Zustands zusammenziehen. Bei einer Panikattacke kann plötzliches unkontrolliertes Atmen die Lunge verwirren und die Muskeln zusätzlich belasten.

Wenn sich die Symptome verschlimmern, solltest du sofort ärztliche Hilfe aufsuchen. Schmerzen in der Brust, die von Herzschmerzen, Übelkeit, Kurzatmigkeit und Kieferschmerzen begleitet werden, können ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Lass dich in einer Notfallambulanz untersuchen, um sicherzugehen, dass es sich bei den Schmerzen in der Brust nur um Angstzustände handelt.

Kann Stress jeden Tag Brustschmerzen verursachen?

Ja, starke Angst und Stress können tägliche Brustschmerzen mit sich bringen. Die Ursache könnte eine starke Panikattacke sein, die die Brustmuskulatur schwächt. Atemtechniken, morgendliche Meditation oder regelmäßige Bewegung können das Risiko von Panikattacken verringern.

Eine Stress- oder Panikattacke kann zwischen 5 und 30 Minuten andauern. Während dieser Zeit stehen deine Lungen und Muskeln unter starkem Druck, um die Atmung zu regulieren. Die oft damit einhergehende Kampf-oder-Flucht-Reaktion setzt Stresshormone frei, die die Dauer der Brustschmerzen weiter erhöhen.

Menschen mit einer schweren Stressstörung können jeden Tag eine Panikattacke haben. Dies hängt von der psychischen Gesundheit, der Umgebung und der aktuellen emotionalen Verfassung der Patienten ab. Da die Brustmuskeln nicht genügend Zeit zur Erholung haben, verursachen sie bei Menschen mit viel Stress und Angststörungen oft Schmerzen.

Was ist die Ursache für Brustschmerzen durch Stress?

Während einer Panikattacke werden Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone erhöhen die Herzfrequenz und den Blutdruck, weshalb es zu Kurzatmigkeit und eingeschränktem Blutfluss zur Lunge kommt.

Regelmäßige Panikattacken sind auf Dauer nicht gut für die Gesundheit. Laut Studien begünstigt chronischer Stress einen hohen Blutdruck und kann somit die Blutgefäße schädigen. Außerdem verursacht das Hyperventilieren Schmerzen in der Brustmuskulatur, die wiederum zu kurzen Krämpfen der Speiseröhre führen.

Cortisol erhöht den Blutzuckerspiegel zur Energiegewinnung, während das Adrenalin die Herzfrequenz erhöht, um mehr Blut zu den Muskeln zu leiten. Die Kombination dieser Hormone kann plötzlich Schmerzen in der Brust auslösen, insbesondere wenn die Angst vor einer Panikattacke deine Schmerzwahrnehmung verändert.

Denk daran, dass die Symptome von Panikattacken und Herzerkrankungen unterschiedlich sind. Bei einem Herzinfarkt treten stärkere Schmerzen auf, die bis in den Kiefer, den Nacken und die Schultern ausstrahlen. Bei Panikattacken verspürst du einen dumpfen Schmerz und es fühlt sich eher so an, als ob du dir beim Sport versehentlich die Brust überdehnt hättest.

Brustschmerzen durch Stress beseitigen: 5 Tipps für sofortige Linderung

Du kannst ein paar einfache Dinge tun, um stressbedingten Schmerzen im Brustbereich vorzubeugen. Manchmal braucht es eine gesunde Routine, um dich nicht von negativen Gedanken leiten zu lassen und morgens aus dem Bett zu kommen. Bei regelmäßiger Angst und Stressattacken solltest du eine Therapie in Erwägung ziehen, um deine psychische Gesundheit langfristig zu verbessern.

Mit diesen 5 Tipps können Betroffene die Stresssymptome reduzieren:

#1 Meditation

Laut einer Studie kann Meditation bei der Bewältigung von Ängsten helfen. Suche dir dafür eine ruhige Umgebung, um deinen Geist in einen Zustand tiefer Entspannung zu versetzen. Setze dich in eine bequeme Position, atme tief ein und lege eine beruhigende Musik auf – jetzt kannst du dich voll darauf konzentrieren, negative Gedanken aus deinem Kopf zu verbannen.

#2 Akzeptiere deine Gefühle

Seine Gefühle zu akzeptieren, ist der erste Schritt in Richtung Heilung. Menschen mit einer Stress- oder Panikstörung fühlen sich in traurigen Momenten oft wie ein Versager. Deshalb solltest du unbedingt mehr über deine Emotionen und Gefühle lernen und verstehen, warum sie auftreten. 

Du könntest mit Familienmitgliedern oder engen Freunden über deine Gefühle sprechen. Wenn du dich öffnest, kannst du deine Gefühle in vielen Situationen besser ausdrücken. Außerdem haben Studien gezeigt, dass soziale Kontakte die psychische Gesundheit derjenigen fördern, die zusätzliche Unterstützung brauchen.

#3 Versuche es mit einer Entspannungs-App

Mit einer hilfreichen App kannst du tatsächlich innere Ruhe finden. Wenn du nicht zu einer Therapie gehst und stattdessen etwas Unterstützung für zu Hause benötigst, sind Apps eine gute Idee. Die App sollte natürlich zu deinem Budget sowie zu deinen Bedürfnissen, langfristigen Erwartungen und psychischen Problemen passen.

Die App sollte drei Dinge können: deine Gefühle über einen längeren Zeitraum aufzeichnen, passende Übungen zur schnellen Linderung von Symptomen sowie Lektionen zur kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) anbieten. Die KVT ist besonders interessant, da sie eine psychologische Behandlung ist und deine Denk- und Verhaltensweise langfristig positiv beeinflussen kann.

#4 Übe langsames Atmen

Das langsame Atmen kannst du ganz bequem zu Hause üben. Dazu setzt du dich auf einen bequemen Stuhl und schließt die Augen, damit du dich besser konzentrieren kannst. Atme etwa 4 bis 5 Sekunden lang tief durch die Nase ein, halte den Atem mindestens zwei Sekunden lang und atme die Luft langsam durch den Mund wieder aus.

Langsames Atmen dehnt die Lungen und erhöht die Sauerstoffaufnahme. Dadurch wird sichergestellt, dass deine Brustmuskeln auch unter Stress richtig funktionieren. Diese Atemtechnik kann dich auch in anderen Situationen beruhigen, wenn du beispielsweise unter Gesundheitsangst leidest und dir Sorgen um einen Herzinfarkt machst.

#5 Hol dir ärztlichen Rat

Besuche unbedingt einen Arzt bzw. eine Ärztin, wenn du dir Sorgen um deine Brustschmerzen machst. Nur der/die Doktor:in kann dir eine passende Behandlungsmethode anbieten und andere Ursachen wie einen Herzinfarkt ausschließen. Bei einer generellen Angst- oder Stressstörung können je nach Symptomen und persönlichen Vorlieben verschiedene Medikamente verschrieben werden.

Wenn du einen Herzinfarkt vermutest, musst du umgehend in die Notaufnahme. Schmerzen in der Brust, die in den Rücken, den Nacken, den Unterkiefer oder die Schultern ausstrahlen, könnten ein Notfall sein. Natürlich können sich die Schmerzen auch nur durch den Stress verschlimmern, aber es ist trotzdem wichtig, solche Schmerzen sofort untersuchen zu lassen.

Das sagen unsere Psychologinnen

Der Umgang mit stressbedingten Brustschmerzen kann unglaublich schwierig sein. Oft lassen sich die Schmerzen nicht einordnen und viele Menschen fahren in die Notaufnahme, weil sie einen Herzinfarkt vermuten. Diese Kampf-oder-Flucht-Reaktion ist völlig normal, aber mit ein paar neuen gesunden Gewohnheiten kannst du das Risiko von Panikattacken verringern.

Die meisten Menschen können erkennen, wann eine Angst- oder Panikattacke bevorsteht. Zu den Anzeichen gehören Kurzatmigkeit, Herzrasen, schwitzige Hände und ein Gefühl von Hilflosigkeit. Wenn du auf diese häufigen Anzeichen achtest, kannst du deine Herzfrequenz wirksam senken.

Angstzustände und Brustschmerzen können auf viele Arten verringert werden. Bestimmte Atemübungen, wie das Einatmen durch die Nase und das Ausatmen durch den Mund, sind dabei hilfreich. Auch ein morgendlicher Spaziergang kann den Kopf frei machen und dir helfen, dich auf deine positiven Gefühle zu besinnen.

Dennoch solltest du dir über einen möglichen Herzinfarkt im Klaren sein. Laut Erfahrungsberichten fühlt sich ein Herzinfarkt wie ein Brennen und Drücken in der Brust an. Dieser Herzschmerz strahlt auch in den Kiefer, den Hals und die Oberarme aus – sollte das auf deine Schmerzen zutreffen, musst du dringend den Notdienst benachrichtigen.

Wenn die Schmerzen in der Brust nicht mit dem Herz in Verbindung stehen, gibt es keinen Grund zur Sorge. Regelmäßiger Stress und Angstgefühle sind für Lungen und Brust zusätzlich belastend. Fokussiere dich auf eine gesunde Routine und deine Gesundheit, um selbstzerstörerischem Verhalten keine Chance zu geben.

Fazit

Brustschmerzen durch Stress können immer wieder auftreten. Dein Körper durchläuft bei Stress und starken Angstgefühlen anormale hormonelle Veränderungen, um die Stressgefühle zu regulieren. Und auch die Atmung verändert sich und kann die Brustmuskulatur zusätzlich belasten. Sprich mit einem Arzt bzw. einer Ärztin, wenn dein Schmerz in der Brust nicht verschwindet oder wenn du langanhaltende Angstgefühle hast.

Geschrieben von Edibel Quintero, R.D.
Edibel Quintero ist Ärztin, 2013 hat sie ihr Studium an der Universität von Zulia abgeschlossen. Seither ist sie in ihrem Beruf tätig. Sie ist spezialisiert auf Fettleibigkeit und Ernährung, allgemeine Rehabilitation, Sportmassagen und postoperative Rehabilitation. Edibels Ziel ist es, Menschen zu einem gesünderen Leben zu verhelfen, indem sie sie über Ernährung, Bewegung, mentales Wohlbefinden und weitere auf den Lebensstil bezogene Möglichkeiten aufklärt, um ihnen so den Weg zu einer höheren Lebensqualität aufzuzeigen.
The article was fact checked by Rosmy Barrios, MD
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